Erfahrungsberichte

In unseren Erfahrungsberichten erzählen Medizinstudierende offen von ihrem Alltag, ihren Herausforderungen und ihren persönlichen Highlights - authentisch, nahbar und inspirierend. Erfahre aus erster Hand, was dich erwartet.

"Während meines Praktischen Jahres hatte ich die Möglichkeit, alle drei Tertiale – Innere Medizin, Chirurgie und Neurologie – im Alexianer Klinikum Hochsauerland zu absolvieren. Unabhängig von der Abteilung wurde ich von Anfang an als vollwertiges Teammitglied betrachtet und fühlte mich nach kurzer Zeit als Teil des Teams. Alle waren bemüht, mir möglichst viel beizubringen.

Sehr geschätzt habe ich außerdem die Eigenständigkeit, die mir nach und nach zugetraut wurde: von der Betreuung eigener Patient*innen über die eigenständige Aufnahme in der Notaufnahme bis hin zur Sonographie in der Funktionsabteilung oder dem Assistieren im OP. Gleichzeitig hatte ich stets eine feste Ansprechperson unter den Ärztinnen und Ärzten, an die ich mich jederzeit ohne Hemmungen wenden konnte. 

Das Tertial in der Neurologie war für mich ein Highlight. Es wurden Rotationen auf der Stroke Unit, der Normalstation, in der neurologischen ZNA, in der Funktionsdiagnostik und in der Sprechstunde organisiert. Bereits ab dem ersten Tag durfte ich in enger Zusammenarbeit mit einem festen Oberarzt eigene Patienten betreuen und unter anderem die Duplexsonographie erlernen. 

Die organisatorische Betreuung war ebenso gut: Es wurden individuelle und reibungslose Rotationen an allen drei Standorten ermöglicht und Probleme wurden unkompliziert und schnell gelöst. Neben den obligatorischen wöchentlichen PJ-Seminaren gibt es die Möglichkeit, am zweimal jährlich stattfindenden Bootcamp der Intensiv-/Notfallmedizin für Studierende oder an klinikinternen Fortbildungen teilzunehmen. Eine Notarztbegleitung sowie Rotationen auf die Intensivstation und in die interdisziplinäre Notaufnahme waren ebenfalls jederzeit möglich.„

"Mein Praktisches Jahr am Alexianer Klinikum Hochsauerland habe ich insgesamt als sehr positiv erlebt. Die Organisation lief unkompliziert und reibungslos, auch wenn ich als externe PJ-Studentin aus Aachen kam. Besonders hilfreich war die Betreuung durch die PJ-Beauftragte Frau Loerwald, die von Anfang an meine feste Ansprechpartnerin war und sich immer schnell und zuverlässig um alle Fragen gekümmert hat. Zusätzlich gab es wöchentlichen PJ-Unterricht, der inhaltlich sehr spannend war.

Mein PJ habe ich auf der Pädiatrie absolviert und mich dort von Beginn an sehr wohlgefühlt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das gute Miteinander. Schon ab dem ersten Tag war ich Teil des Teams, und bei Fragen oder Unsicherheiten hatten sowohl ärztliche als auch pflegerische Kolleginnen und Kollegen immer ein offenes Ohr. All das hat mich darin bestärkt, meine Weiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin im Alexianer Klinikum Hochsauerland zu starten.

In der Pädiatrie durfte ich viele praktische Aufgaben übernehmen – von der Patientenaufnahme über Blutentnahmen und das Schreiben von Arztbriefen bis hin zur Begleitung verschiedener Untersuchungen. Ich durfte ebenfalls mit zur Erstversorgung von Neugeborenen bei Sectios und die Patient*innen zu apparativer Diagnostik wie Ultraschall, MRT und ÖGD oder Koloskopien begleiten. 

Auch außerhalb der Klinik hat das Sauerland viel zu bieten. Die Region überzeugt durch vielfältige Freizeitmöglichkeiten zu jeder Jahreszeit. Besonders schätze ich den Kontrast zum Leben in einer Groß- oder Studentenstadt: die Ruhe, die Natur, die grünen Wälder und Wiesen - all das macht ein PJ im Sauerland zu etwas ganz Besonderem.„

"Während meines gesamten PJ habe ich mich im Alexianer Klinikum Hochsauerland durchweg sehr wohlgefühlt. Es bestand jederzeit Raum für Wünsche, Fragen, fachliche Diskussionen oder persönliche Gespräche. Besonders bereichernd waren die wöchentlichen PJ-Seminare, die inhaltlich vielfältig, praxisnah und interaktiv gestaltet waren. Kurz vor dem M3-Examen wurden zudem prüfungsorientierte Simulationen angeboten, die gezielt auf die Bedürfnisse der Studierenden abgestimmt waren und eine optimale Vorbereitung ermöglichten. Hervorzuheben ist außerdem, dass klassische PJ-„Botengänge“ oder routinemäßige Blutabnahmen nie anfielen, da ein eigener Blutentnahmedienst etabliert ist. 

Die Zeit in der Zentralen Notaufnahme stellte für mich den größten Mehrwert dar. Dort konnte ich Patient*innen eigenständig von Kopf bis Fuß untersuchen, differenzialdiagnostisch arbeiten und die Fälle strukturiert einem Oberarzt vorstellen. Die anschließende gemeinsame Festlegung des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens stellte eine ideale Kombination aus Eigenverantwortung und exzellenter Supervision dar. Besonders prägend waren die zahlreichen Akutsituationen sowie die regelmäßige Anwendung der Notfall- und Point-of-Care-Sonographie. Als ECMO-Zentrum bietet das Klinikum zudem die Möglichkeit, hochkomplexe intensiv- und notfallmedizinische Versorgungen mitzuerleben. Ergänzend boten auch die Einblicke in das Herzkatheterlabor sowie die stationäre Patientenbetreuung in der Kardiologie und Gastroenterologie eine wertvolle fachliche Vertiefung. Das regelmäßig veranstaltete Boot-Camp der Klinik für Intensivmedizin war ein besonderes Highlight, da es praxisnah zentrale Notfall- und Intensivkompetenzen vermittelte und das sichere Handeln in kritischen Situationen gezielt trainierte.

Das Wahltertial Anästhesie zeichnete sich durch eine hervorragende 1:1-Betreuung und eine sehr praxisorientierte Ausbildung aus. In einem geschützten Umfeld durfte ich zahlreiche praktische Tätigkeiten durchführen, darunter Intubationen sowie die Anlage arterieller und zentralvenöser Katheter. Besonders spannend waren perioperative TEE-Untersuchungen und der strukturierte Umgang mit Notfallmedikamenten. Insgesamt bot das Tertial eine steile Lernkurve bei gleichzeitig hoher Supervision und wertschätzender Arbeitsatmosphäre.„