Leistungsspektrum des ECMO-/ECLS Zentrums Arnsberg

  • Veno-venöse ECMO (V-V-ECMO) bei Hypoxämie oder Hyperkapnie
  • Veno-arterielle ECMO (V-A-ECMO) bei kardiogenem Shock
  • Extrakorporale CO2 Elimination bei Hyperkapnie
  • Extrakorporale Wiederbelebung (eCPR) bei Herz-Kreislauf-Stillstand
  • Kontrollierte Wiedererwärmung / Kühlung
  • Boden- und luftgebundener Intensivtransport

VA-ECMO / ECLS beim Herz-Kreislauf-Versagen

Die Indikation für die ECLS Therapie ist das akute therapierefraktäre Herz-Kreislauf-Versagen. Das Ziel der Behandlung liegt in der temporären Kreislaufsicherung bis zur Erholung oder weiteren Therapie.

  • der kardiogene Schock mit low output Syndrom (sog. LCOS, CI < 2 l/min/m2 trotz hochdosierter Katecholamingabe und/oder IABP-Therapie und Zeichen des Endorganversagens)
  • der (relative) kardiogene Schock bei normalen oder erhöhten HZV aufgrund eines SIRS- oder Sepsis-bedingtem erhöhten HZV-Bedarfs (Zeichen des Endorganversagens trotz hochdosierter Katecholamingabe und CI > 2 l/min/m2)
  • ein malignes Grundleiden mit einer Lebenserwartung < 1 Jahr
  • ein schwerer hämorrhagischer Insult < 1 Jahr
  • ein schwerer hämorrhagischer Schock mit anhaltender Transfusionspflichtigkeit

Relative Kontraindikationen sind ein fortgeschrittenes Multiorganversagen, unklares Weaningpotenzial („bridge-to-nowhere“) sowie fortgeschrittenes Alter (> 80 Jahre). Eine fortgeschrittene Laktatazidose, eine prolongierte und/oder anhaltende CPR sowie ein septischer Schock sind per se keine Kontraindikationen für die ECLS-Implantation. 

Da in der Akutsituation der tatsächliche klinische Status und das Erholungspotenzial des Patienten oftmals kaum einzuschätzen sind, ist bei Ausschluss der absoluten Kontraindikationen eine ECLS-Implantation zur temporären Kreislaufsicherungen und kardiopulmonalen Stabilisierung bis zur weiteren Entscheidungsfindung („bridge-to-decision“) zu empfehlen.

VV-ECMO beim akuten Lungenversagen

Therapierefraktäre Hypoxämie

  • PaO2/FIO2 < 80 mmHg (10,7 kPa) mit FIO2 > 0,8 für > 6h
  • PaO2/FIO2 < 50 mmHg (6,7 kPa) mit FIO2 > 0,8 für > 3h
  • trotz lungenprotektiver Beatmung mit adäquatem PEEP, Bauchlagerung, restriktivem Flüssigkeitsmanagement

Therapierefraktäre respiratorische Azidose

pH <7,25 bei PaO2 > 60 mmHg (8kPa) für > 6h mit Plateaudruck < 30cmH2O